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Geschlossene Fonds kaufen und verkaufen

Allein sollte sich in den Markt der geschlossenen Fonds nur wagen, wer sich wirklich gut auskennt. Besser ist es, sich den Weg von erfahrenen Beratern zeigen zu lassen (Bild: CC BY-SA 2.0 / http://www.flickr.com/people/marfis75/)
Der Markt der geschlossenen Fonds kann nur funktionieren, wenn die Anleger bedürfnisgerecht beraten und mit guten Produkten versorgt werden.
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Banken und Sparkassen
Den größten Anteil am Vertrieb von geschlossenen Fonds haben Banken und Sparkassen. Anleger zeichnen etwa die Hälfte aller geschlossenen Beteiligungen auf diesem Weg. In den Unternehmen sind besonders auf geschlossene Fonds spezialisierte Berater damit betraut, Kunden bei ihrer Investition in Sachwerte zu begleiten. Die Beratungsleistung der Bank vergütet der Kunde über den Ausgabeaufschlag, das sogenannte Agio und über eine gesondert vereinbarte Provision.
Freie Vermittler
Neben den Banken und Sparkassen sind die freien Vermittler wichtige Ansprechpartner für Anleger, die sich für geschlossene Fonds interessieren. Viele freie Vermittler sind auf die Beratung im Bereich geschlossene Fonds spezialisiert. Hier zählt nicht nur Erfahrung, sondern auch Fachwissen. Schließlich gibt es im Bereich der Sachwertinvestitionen ständig neue Angebote und auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzelner Märkte können sich verändern. Das sollte ein freier Vermittler einschätzen können.
Um die Qualität sicherzustellen, werden sich freie Berater künftig strengeren gesetzlichen Rahmenbedingungen stellen müssen: Neben der umfangreicheren Pflicht zur Beratung und Dokumentation müssen sie künftig auch ihre Sachkunde bei den Industrie- und Handelskammern nachweisen sowie eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen.
Auch freie Finanzvermittler erhalten ihre Vergütung über das Agio und über eine gesondert vereinbarte Provision.
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Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds haben einen langfristigen Anlagehorizont. Anleger, die ausnahmsweise vor Ablauf der Nutzungsdauer des Investitionsobjektes über ihr Kapital verfügen wollen, müssen in der Regel selbst einen Käufer für ihren Anteil finden. Erster Ansprechpartner hierfür kann das Emissionshaus sein. Diese empfehlen zum Beispiel andere Anleger, die Interesse an einem Einstieg in den Fonds haben oder die Aufstockung ihres bestehenden Anteils beabsichtigen.
Der Zweitmarkt bringt an dieser Stelle Anleger, die bereits in einem geschlossenen Fonds investiert haben, und potentielle Käufer zusammen. Durch Angebot und Nachfrage bildet sich auf dem Zweitmarkt für geschlossene Fonds ein aktueller Preis. Insbesondere Immobilien- und Schiffsfonds werden inzwischen rege zweitgehandelt. Auch der Zweitmarkt für Private Equity und andere Beteiligungsformen etabliert sich.
Als Käufer können neben Privatpersonen auch institutionelle Investoren (zum Beispiel Zweitmarktfonds) auftreten.
Beim Zweitmarkt handelt es sich nicht um einen einzigen festen Ort, an dem Anteile an geschlossenen Fonds gehandelt werden, sondern um verschiedene Einrichtungen, die von Emissionshäusern, Maklern oder institutionellen Investoren getragen werden. Auch einige Internetplattformen haben sich auf Zweitmarktgeschäfte spezialisiert.
Weiterlesen:
» Kapitel 1: Geschlossene Fonds kaufen
» Kapitel 2: Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds
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